Drucken

 

 

 

 

 

 

Man mag es kaum glauben, aber Honor ist erst seit knapp einem Jahr am europäischen Markt als eigenständige Marke unterwegs. Dabei hasten die Chinesen von einem Erfolgserlebnis zum nächsten. Mittlerweile im entsprechendem Rahmen, so wurde das Honor 7 der europäischen Presse mit viel Tamtam in London vorgestellt. Honor kreiert ein leckeres Menü mit eine 5,2" IPS-NEO-Display mit Full-HD Auflösung, Kirin 935 64bit Octa-Core-SoC mit Mali T628MP4 GPU und 3 GB Ram bei 16 GB Systemspeicher, erweiterbar per SD-Karte auf bis zu 128 GB, dickem 3100 mAH Akku, Fingerprint-Sensor, 20 MP Hauptkamera, 8MP Selfie-Kamera und einem kompletten Empfangsangebot, all dies verpackt in einem attraktiven Metall-Gehäuse.

Thorsten Doehlert, Senior Product Marketing Manager Honor WEU

 

Schon kurz nach dem Start erwies sich das Device als echter Verkaufsschlager, momentan ist es fast zu jeder Zeit in allen Shops ausverkauft. Was ist dran am anscheinend magischen Flaggschiff zum Schnäppchen-Preis? Ist es wirklich das ideale Device für die "digital Natives"? Für die, bei denen Style und Leistung gleichermaßen zählen? Wir gehen dem in unserem ausführlichen Test auf den Grund.

 


 Unboxing

Wie von Honor gewohnt, wird das neue Flaggschiff im unscheinbaren türkis-farbenen Karton ausgeliefert. Neben dem Smartphone finden sich eine Kurzbeschreibung, ein USB-Kabel und ein Ladegerät sowie das Werkzeug zum Öffnen der Geräteschublade in der Verpackung.

Das Netzteil kann erfreulich hohe 2 Ampere bei 5 Watt abgeben, unterstützt aber nicht in vollem Umfang die "optionale" Schnellladung, dazu wären 2,4 Ampere notwendig.

 

Vorn beherrscht das IPS-NEO-Display mit 1080 x 1920 Pixeln Auflösung die Front. Die Ränder sind stylisch schmal gehalten, Gorillaglas 3 schützt die Front vor Kratzern.

Im oberen Bereich findet sich die 8 MP Front-Kamera, welche bislang eher unüblich durch einen eigenen LED-Blitz bei dunklen Szenen unterstützt wird und eine Blende f2,4 aufweist.

 

Der wertige Metall-Body wird oben und unten von Kunstoffkappen flankiert, die für gute Empfangseigenschaften Sorge tragen sollen.

 

Eine stylisch leicht erhabene Kamera ist Geschmachsache, das Glas darauf ist sehr kratzfestes Saphirglas. Darunter sitzt ein hochwertiges asphärisches 6-Linsen-Element mit f2.0 vor dem 1/2,4" Sony IMX230-Sensor mit 20MP und Phasen-AF. Der LED-Blitz ist zweifarbig und unterstützt so natürliche Farben bei der Aufhellung. Schon beim Ascend Mate 7 baute Konzernmutter Huawei einen sehr leistungsfähigen Fingerprint-Sensor ein, das Honor 7 bekommt die Version 2.0 mit erweiterten Funktionen und sehr schneller Reaktionszeit von nur 0,5 Sekunden. 

 

An der rechten Seite finden sich die Lautstärkewippe und, leicht eingelassen, der An/Aus-Schalter.

 

An der anderen Seite plaziert Honor einen frei konfigurierbaren Taster, der mit drei verschiedenen Funktionen im Setup belegt werden kann.

In die Schublade passen wahlweise zwei Nano-Sim-Karten oder eine Sim und eine Micro-SD-Karte mit bis zu 128GB Fassungsvermögen.

 

Die Oberseite ziert eine 3,5mm Klinkenbuchse für ein Headset und ein Infrarot-Port, welcher in der Version 2.0 bereits mit der Honor-App "Smart-Controller" eine sehr umfangreiche Datenbank an Geräten zu steuern vermag.

 

Unten gibt es das gewohnte Bild, in der Mitte der Standard-USB-Anschluss, umrahmt von zwei Lochgittern, hinter dem linken findet das Mikrofon und hinter dem rechten der Lautsprecher Platz. Dieser ist für ein Smartphone unglaublich laut, im Vergleich zum Huawei P8 fehlt aber ein wenig "Tiefgang".

 

 

Das 143.2 x 71.9 x8.5 mm große Honor 7 (links) unterscheidet sich von oben in Größe kaum vom Konzernbruder Huawei P8.

 

Liegen beide Geräte auf dem Rücken, so ist die unterschiedliche Tiefe von 8,5mm (Honor7) zu 6,4mm (P8) deutlich sichtbar.

Andersherum relativiert sich das dank der gebogenen Rückseite des Honor 7 deutlich. Durch das höhere Gewicht (157gr zu 144gr) und die haptisch angenehme Wölbung liegt das Honor 7 sehr angenehm in der Hand.

 


 

 

Komplettvideo Honor 7-Launch in London 56:24 (produziert von Honor)

 


 Leistung

 

Grafik: HiSilicon

Der HiSilicon Kirin 935 ist ein ARM-basierter Octa-Core-SoC in big.LITTLE Bauweise mit zwei Quad-Core-Clustern aus Cortex-A53-Kernen in 28-Nanometer-Technik. Während der energiesparende Cluster mit niedrigem Arbeitspunkt mit 1,5 GHz taktet, ist die Hochleistungseinheit auf schnelle 2,2 GHz getrimmt. Die hohe Taktrate bedingt ein modifiziertes Design, HiSilicon, wie Honor zum Huawei-Konzern gehörend, spricht hier von A53e-Kernen. Neben den 8 CPU-Kernen integriert der Chip eine von ARM lizenzierte Mali-T628 MP4 Grafikeinheit mit vier Clustern, welche OpenGL ES 3.0, OpenCL 1.1 sowie DirectX 11 beherrscht. Hinzu kommt ein Dual-Channel LPDDR3-1600-Speichercontroller sowie ein LTE Cat. 6 Modem. Die SoC darf mit 3GB Arbeitsspeicher spielen, beim Hauptspeicher beschränkt sich der Hersteller in Europa leider mit 16GB. Die sind zwar mit einer externen SD-Karte um bis zu 128MB erweiterbar und lassen sich sogar in System integrieren, aber nur, wenn keine zweite Sim-Karte benötigt wird, die ansonsten den Steckplatz belegt.

 

Benchmarkergebnisse sagen über die reale Leistung in der Praxis nicht so viel aus, wir beschränken uns hier auf den beliebten AnTuTu-Benchmark.

Wir haben die Energiesparlevel zum AnTuTu-Durchlauf alle deaktiviert, die SD-Karte war nicht im System integriert. Als Firmware war die zum Testzeitpunkt aktuelle B121 installiert. Die gezeigte Test-Leistung liegt bei den erwarteten Werten und leicht über der des Bruders Huawei P8, welcher den nominell kleineren Kirin 930 verbaut hat und bei unserem Test auf 50315 Punkte kam. Gerade gegenüber dem Huawei P8 fällt zudem auf, dass der Prozessor selbst auf starke Belastungen gerade einmal mit Handwärme reagiert. Wärmeprobleme wie beim Qualcomm Snapdragon 810 sind also nicht zu befürchten.

Das Honor 7 fliegt geradezu über die EMUI 3.1-Oberfläche, alle angetesteten Apps laufen smooth und ruckelfrei. Bei gängigen Android-Games liefert das Honor 7 ebenfalls jederzeit genug Power. Hier bestätigt sich die Honor-Entscheidung, sich bei der Display-Auflösung auf vernünftige 1080 x 1920 Pixel zu beschränken. Mehr ist für das menschliche Auge bei dieser Displaygröße sowieso nicht auzulösen und der Prozessor hat ein leichtes Spiel. 

 

Connectiviät

Das Honor 7 bietet umfassende Voraussetzungen für einen ungetrübten Empfang. Obwohl Honor eine Dual LTE-Nano-Sim-Ausstattung integriert hat, kann die SoC LTE Cat.6 auf allen in Deutschland genutzten Frequenzbändern bereitstellen also GSM Quadband mit 850, 900, 1800 und 1900MHz, UMTS mit  1, 2 und 8 (900, 1900, 2100 MHz), sowie die LTE Bänder 1, 3, 7, 8 und 20.  Wlan steht komplett mit 802.11ac/a/b/g/n in 2.4GHz/5Ghz bereit, wobei sich das Gerät im Testlauf ungern in die höheren 5GHz-Bänder einloggte. Bluetooth ist in der aktuellen Version 4.1 integriert. Auf NFC verzichtet Honor bei der europäischen Version des Honor 7.

"Link+" übernimmt das Honor 7 vom Konzernbruder Huawei P8. Um die Empfangsleistung effektiv zu erhöhen hat das Honor 7 zwei Antennen verbaut. Die WiFi+ Funktion wird unten im Screenshot erläutert, ein Teil der Signal+ Funktion ebenfalls. Es bleibt hinzuzufügen, dass das Smartphone eigenständig erkennt, wie es vom Nutzer gehalten wird und den Empfang über die jeweils freie Antenne optimiert. Wird WLAN in Gebäuden schwach und steht dagegen eine gute Datenleitung zur Verfügung, wird auf Wunsch automatisch darauf umgeschaltet. Zudem merkt sich das Honor 7 WLAN-Empfangseigenschaften und schaltet in der Folge automatisch um. Insgesamt funktioniert das hervorragend, wir können dem Honor 7 herausragende Empfangsleistungen bei WLAN und Datenempfang attestieren. LTE wird schnell empfangen und wie alle anderen Datenmodi lange aufrecht erhalten, hier kann sich das Honor 7 überaus positiv in Szene setzen.

 

 

Die DUAL-SIM-Funktion ist sehr sinnvoll gelöst. So stehen beide SIM-Karten zum Empfang von Telefongesprächen und SMS zur Verfügung, ausgehende Gespräche können wahlweise über die passende Karte geführt werden. Beide SIM-Schächte sind LTE-fähig, allerdings immer nur einer gleichzeitig. Unnötig scheint uns die Wahl zwischen einer zweiten Sim-Karte oder einer Micro-SD-Karte, zumal Bastellösungen aus dem Internet zeigen, dass beides gleichzeitig funktionieren würde.

 

Brandaktuell ist die Möglichkeit der Kanalbündelung, die einige Provider anbieten.

 

Das Display
Der mit 5,2 Zoll Diagonale klassenübliche Bildschirm arbeitet nach dem In-Plane-Switching (IPS)-Prinzip, bei der die Elektroden nebeneinander in einer Ebene parallel zur Display-Oberfläche angeordnet sind. Liegt Spannung an, drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene und vermeiden die für z.B. TN-Displays typische Schraubenform und damit weitgehend eine Blickwinkelabhängigkeit. Wie bei Spitzenphones üblich, ist das Panel direkt mit dem Glas verbunden (IPS-NEO), was eine kompakte Bauform ermöglicht. IPS-Panel arbeiten passiv und werden von den Seiten über Lichtleiter über LEDs mit Helligkeit versorgt. Die hohe Güte und das IPS-Prinzip ermöglichen mit 0,229 cd/m2 dennoch ein tiefes Schwarz.

Die Auflösung beträgt 1080 x 1920 Pixel, also Full-HD mit 424 ppi Pixeldichte. Es gibt Displays mit höherer Auflösung wie z.B. die Samsung S6-Linie, effektiv setzt aber das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges hier Grenzen, ein Unterschied ist selbst im direkten A-B Vergleich kaum sichtbar. Der Prozessor dagegen hat mit einem Full-HD Display ein leichteres Spiel und der Stromverbrauch ist geringer.

Wir haben es uns nicht nehmen lassen und einige Display-Parameter mit Burosch-Testbildern und dem Eye One Pro Spektroradiometer von Xrite nachgemessen. Die maximale Helligkeit von 520 cd/m2  ermöglicht selbst im Freien bei hellem Sonnenlicht noch die Ablesbarkeit, dazu überzeugt ein für ein Smartphone-Display sehr hoher Kontrastwert von 1498 : 1. Der D65 Farbpunkt wird mit 7995 Kelvin nicht getroffen, die Farb-Darstellung ist eher kühl, als absolut farbneutral gelten 6503 Kelvin. Das lässt sich aber in den Einstellungen leicht korrigieren. Der Hersteller hat der Verlockung von überdrehten Farben, die auf den ersten Blick gerade bei Smartphone-Bildschirmen attraktiv wirken, widerstanden und ermöglicht dem IPS-Panel mit natürlichen Farben zu überzeugen.

Wie schon beim Konzernbruder Huawei P8 werden die Fingerknöchel von den Fingerspitzen unterschieden. Mit dieser von Qeexo lizensierten "fingersense"-Technologie können beim Honor 7 aktuell durch Doppelklopfen Screenshots gemacht werden. Wie das brandneue Huawei Mate S zeigt, ist diese Technologie ausbaufähig.

 

Hauptkamera

Honor hat sich hinreißen lassen und setzt auf werbeträchtige 20MP auf einem 1/2,4" Sony IMX230 Sensor. Das sind reichlich viele Pixel, die sich auf dem kleinen Sensor drängen. Der ist mit seinen 1/2,4 Zoll zwar so groß wie bei den meisten Kompaktkameras, die über 20 Millionen Pixel sitzen jedoch derart beengt, dass auf jeden einzelnen vergleichsweise wenig Licht fällt. Um dennoch brauchbare Informationen zu bekommen, wird das Signal verstärkt, und zwar mitsamt des im Signal vorhandenen Rauschen. Entsprechend bedingt eine sehr hohe Anzahl an Pixeln auf einer begrenzten Sensorfläche theoretisch schlechtere Lowlight-Eigenschaften. Die Sensortechnik hat sehr viele Fortschritte gemacht, so fertigt Sony den IMX230 als  BSI-Chip. Dabei trifft das Licht nach Passieren der Optik direkt auf die Siliziumkristalle auf der Rückseite des Chips und umgeht die abermals lichtschluckenden Metallisierungsschichten.

Beim Autofokus geht der Chip für Smartphones ganz neue Wege. Während konventionelle Smartphones mit vergleichsweise langsamem Kontrastautofokus arbeiten, übernimmt der Chip des Honor 7 das Phasenautofokussystem neuerer Systemkameras. Dabei sind die Phasenautofokus-Sensoren auf dem Sensor integriert. Insgesamt verspricht diese Lösung eine sehr schnelle Funktion des Autofokus selbst bei wenig Licht. Die Signalverarbeitung übernimmt - wie bei einer DSLR - eine Altek ISP, um die SoC zu entlasten.

Ein derart hoch auflösender Sensor bedingt eine höchst aufwändige Linsenkonstruktion, die sich nicht allzu auflösungshemmend auswirken darf. Honor setzt auf ein asphärisches System mit sechs Linsen und einer Blende von f2.0 bei 4,62 mm, auf das Kleinbildformat umgerechnet sind das 27 mm Weitwinkel. Geschützt wird das Kamerasystem mit Saphirglas, einem hochkratz- und bruchstabilem Material, welches sonst bei hochwertigen Armbanduhren Anwendung findet. Leider fehlt eine physische Bildstabilisierung, wie etwas ein OIS, der gerade bei der hohen Pixelzahl notwendig erscheint. Lediglich eine nicht abschaltbare Software-Entwacklung ist vorhanden.

Welche effektiven Ergebnisse die Stock-App im Verbund mit der Kamera macht, haben wir im Kamera-Kapitel ausgeführt.

 

Akku

Als Energiespeicher wird ein Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 3100 Ah verwendet. Das verspricht ausreichend Laufzeit. Zudem wirbt Honor mit optinalem Fast Charge, nicht zu verwechseln mit der Quick Charge Technologie von Qualcom. Fast Charge ist in den Akku-Einstellungen separat aktivierbar und ermöglicht bei entsprechender Auslegung des Ladegerätes eine schnellere Ladung. Der europäischen Version ist ein 2.0A Ladegerät beigelegt, nach unseren Informationen funktioniert Fast Charge am besten mit 2,4 A. Als Besonderheit kann das Honor 7 über den USB 2.0 nicht nur geladen werden, sondern gibt Akku-Energie über eine entsprechendes Micro-USB zu Micro-USB-Kabel auch wieder ab. So kann ein anderes Smartphone über das Honor 7 Energie geladen werden.

Wir kamen im Testbetrieb mit einer Akkuladung meist gut über zwei Tage.

 


Die Praxis

 

 

 

 

 

Das Honor 7 war jetzt einige Wochen bei uns im Einsatz, Zeit genug, schon einmal zwei Updates zu durchlaufen und nachvollziehbare Schlüsse auf die Eignung im Alltag zu ergründen.

Schon beim ersten Kontakt flöst das Honor 7 durch überdurchschnittliche Verarbeitung und wertige Materialien Vertrauen ein und fühlt sich keineswegs wie ein 350 Euro Smartphone an, vermittelt eher den Touch der Premiumklasse. Da gibt es keine unregelmäßigen Spaltmaße, da wackeln keine Knöpfe oder Tasten. Das formschöne Gerät liegt zudem sehr ausgewogen in der Hand, das Gewicht ist gut verteilt. Die Tasten haben einen angenehmen, nicht zu geringen Druckpunkt, zudem überzeugt die Ergonomie. Durch die leicht abgerundete Rückwand wächst das Gerät geradezu in die Hand. Obwohl die Rückwand gebogen ist und die Kamera leicht hervorsteht, liegt das Honor 7 stabil auf dem Rücken und kann dort problemlos bedient werden.

 

Der Fingerabrucksensor sitzt genau dort, wo er hingehört, der Zeigefinger findet blind und intuitiv die Position. Nach der üblichen Einrichtung - fünf verschiedene Finger werden gespeichert - öffnet sich das Gerät auf die geringste Berührung des Sensors aus dem Standby, anders als bei der Konkurrenz gewohnt muss der Bildschirm vorher nicht aktiviert werden. Das funktioniert absolut zuverlässig und mit 0,5 Sekunden Reaktionszeit überaus schnell. Während des gesamten Testlaufs wurde jeder programmierte Finger zu 100% ohne Verzögerung erkannt. Aber damit nicht genug.

 

Neben dem Entsperren lässt der Sensor wie ein kleines Touchpad mit weiteren Funktionen belegen. So kann durch Finger auflegen die Kamera ausgelöst werden (sehr praktisch bei Selfies), ein Anruf entgegengenommen, der Alarm gestoppt und neue Apps angezeigt werden. Zudem ist mit einer Wischgeste der Benachrichtigungsbalken runter und wieder rauf zu scrollen.

Auf der linken Seite liegt, tadellos verarbeitet und eingepasst, der neue Smartkey.

 

Dieser lässt sich beliebig dreifach mit Funktionen belegen, je nachdem, ob einmal, zweimal oder lang drauf gedrückt wird, öffnen sich Apps oder führt das Honor 7 Verknüpfungen aus.

Bei all dem Lob über Verarbeitung und Design gibt es für mich einen konstruktiven Minuspunkt:

Die Benachrichtigungs-LED sitzt im oberen Telefon-Lautsprecher-Schacht. Tief unten versteckt sie sich verschämt auf der rechten Seite. Dabei ist die "Größe" und die Helligkeit gerade noch annehmbar, die Position allerdings nicht. Schaut man von rechts auf das Honor 7, ist die LED nicht mehr sichtbar. Dabei wäre genug Platz über dem Display gewesen, um die LED vernünftig zu positionieren.

Das Honor 7 startet mit Android-Version 5.0.1, wir hätten uns 5.1.1 gewünscht. Immerhin ist das Honor 7 auf der Liste der Phones, welche Android M bekommen werden.

Die EMUI 3.1-Oberfläche zeigt sich wie immer bespielhaft strukturiert und aufgeräumt. Ich bin ein echter Fan von EMUI, entgegen anderen Herstelleraufsätzen bietet die Oberfläche trotz einiger optischer Parallelen zu iOS für mich einen echten Mehrwert. Eine komplette Beschreibung aller Funktionen würde den Umfang dieses Reviews sprengen, ich gehe nur punktuell auf einige Dinge ein.

Grundsätzlich lässt sich die UI des Honor 7 überaus geschmeidg bedienen. Da ruckelt oder zuckt nichts, die machmal bei Android bemängelten Mikro-Ruckler finden hier schlicht nicht statt. Insgesamt scheint die Software überragend an die Hardware angepasst zu sein. Selbst im Vergleich mit einem Samsung S6 Edge scheint die Bedienung flüssiger, obwohl dessen Hardware auf dem Papier potenter scheint.

 

Wie bei EMUI gewohnt, gibt es keinen App-Drawer. Zumindest nicht direkt, denn durch ein Fingerspreizen auf dem Homescreen öffnet sich seit der Version EMUI 3.1 ein Fenster, in das Apps vom Homescreen ausgeblendet und dort auch gestartet werden können. Wer den App-Drawer dennoch vermisst, kann einen anderen Launcher aus dem Playstore installieren. Das Design der Oberfläche ist durch die Design-App sehr umfangreich zu gestalten. So lassen der Sperrbildschirm, die Icons, selbst einige Funktionen konfigurieren. Bei unserem grauen Testgerät ist die Oberfläche farblich angepasst. 

 

Neben dem vorinstallierten Designs sind die weiteren Themen sehr farbenfroh. Wir haben für Euch die Themes vom P8 (RAR, 140 MB) extrahiert. Die könnt ihr nach dem Entpacken in den HWthemes-Ordner im internen Laufwerk schieben oder auf der externen SD-Karte einen HWThemes-Ordner erstellen und dort hinein verfrachten. Dann erscheinen die Themes des Huawei P8 zusätzlich im Design-Ordner.

Die Magazin-Sperrbildschirme sind die einzigen, in denen Push-Nachrichten von Apps erscheinen. Daneben bietet der Magazin-Sperrbildschirm Vorteile wie wechselnde Fotos und mit einem Wisch nach oben sind einige, nicht weiter konfigurierbare Apps direkt erreichbar. Der Magazin-Sperrbildschirm kann jedem Design in den Einstellungen zugeordnet werden.

Beim Wisch von oben nach unten öffnet sich der praktische Zeitstrahl der Benachrichtigungen und rechts daneben die Vernüpfungen, die scroll- und konfigurierbar sind. Die Unart, je ein Whatsapp-Symbol pro Nachricht in der Notification-Bar anzuzeigen, hat Honor in der B121 noch nicht ausgetrieben.

Der Startbildschirm selbst ist erfreulich umfangreich konfigurierbar. Neben den bei Android üblichen, in großer Anzahl vorhandenen Hintergrundgrafiken oder Animationen sind zahlreiche Widgets und Übergänge einstellbar. Interessant wird es bei den weiteren Einstellungen, hier hat der User die Wahl der Anzahl der Icons in einer Rihe oder aber die Möglichkeit, bestimmte System-Apps mit Badge-App-Symbolen zu versehen. (s. Foto rechts)

Eine weitere Besonderheit von EMUI 3.1 ist die Spracherkennung, die dabei helfen soll, ein verlgtes Honor 7 wiederzufinden. Vorab wird dazu ein Schlüsselwort antrainiert, was problemlos über den entsprechenden Eintrag im Einstellungsmenü gelingt. Danach reicht es, das Wort in den Raum zu rufen und zu fragen: „Where are you?“. Daraufhin meldet sich das Honor 7 mit Vibrationsalarm, einer Melodie und einer zarten weiblichen Stimme, welche „I am here“ säuselt.  Momentan funktioniert die sprachliche Kommunikation allerdings nur auf Englisch.

 

Honor lässt dem Nutzer alle Freiheiten bei den Berechtigungen und anderen App-Einstellungen, die ein Rooten des Gerätes im Grunde überflüssig machen. Ein mächtiges Tool ist dabei der Telefon-Manager. Hier sind einige, teils weit in die Android-Verwaltung reichende Konfigurationen durchzuführen.

Nahezu jede Benachrichtigung und Berechtigung ist einstellbar, Apps sind so voll vom User beherrschbar und machen einen Root im Grunde überflüssig. Der kann kann festlegen, welche App bei deaktiviertem Display geschlossen werden soll oder weiter im Hintergrund aktiv bleiben darf, ob und wie eine App sich mit dem Internet per WLAN oder Mobilfunk verbindet und ob sie neue Ereignisse über die Statusleiste oder den Sperrbildschirm anzeigt. Im Vorgriff auf die neuen Funktionen bei Android M hat der Nutzer bei EMUI 3.1 jetzt schon die volle Kontrolle, welche App oder Funktion wo und wann Daten verschickt. Für fortgeschrittene User empfiehlt sich die Installation der Huawei System-App PM Plus aus dem Playstore, die weitreichende Berechtigungseinstellungen freischaltet, aber dann deren Pflege bedingt. Zudem meldet das Smartphone auf Wunsch Zugriffe von Apps auf wichtige Berechtigungen auf den Benachrichtigungsschirm.

Geht das Honor 7 in den Standby, werden alle Apps bis auf die Systemapps schlafen gelegt. Bei einigen Anwendungen ist das kontraproduktiv, z.B. wenn Benachrichtigungen im Hintergrund erfolgen sollen. Hier gibt es die Möglichkeit, diese Apps zu schützen.

Während diese Methode bei EMUI-Phones in der Regel sehr gut funktioniert, hat sich mit der aktuellen Firmware B121 ein Bug eingeschlichen: einige Apps, z.B. Whatsapp, legen sich trotz Schutz weiter schlafen. Honor verspricht einen zeitnahen Bugfix, bis dahin hilft ein Workaround:

 

Durch einen Tipp auf das Quadrat geht es ins Multitaskingmenü, in dem alle aktive Apps im Hintergrund aufgelistet sind. Diese lassen sich mit einem Wisch von unten nach oben komplett aus dem Speicher entfernen. Geschieht dies, geben einige Apps wie Whatsapp keine Benachrichtigungen mehr weiter. Zieht diese Apps kurz herunter, es erscheint rechts oben ein kleines Schloss. So könnt ihr mit einem Wisch von unten nach oben den Speicher leeren und die betroffenen Apps bleiben weiterhin aktiv. Dennoch sollte die B121 unbedingt auf dem Telefon installiert werden, denn nur sie schützt vor dem Stagefright-Bug.

Während sich Android manchmal zickig gegen SD-Karten wehrt, ist im Honor 7 eine vollständige Integration möglich.

Durch die Integration der SD-Karte als Standardpfad bindet EMUI diese wie normalen Arbeitsspeicher ein. jedenfalls fast, einige wenige Apps weigern sich standhaft beim Versuch, Daten auf die karte auszulagern. Aber das ist wirklich eine seltene Ausnahme. Schlimmer wiegt die Tatsache, dass der User zwischen SD-Karte und zweiter Sim wählen muss. Da werden die integrierten 16MB dann schnell knapp.

Die Fotos sind übersichtlich in einer zeitlichen Abfolge in der Galerie angeordnet, alternativ lässt sich eine Karten- oder Ordner-Ansicht wählen.

Neue Ordner sind mit Boardmitteln blitzschnell erstellt.

Wird die Zeitstrahl-Ansicht heruntergezogen, öffnet sich automatisch die Kamera-App, auf die wir im Kamera-Kapitel ausführlich eingehen

 

Seit einiger Zeit erfreuen sich spezielle Bedienungerleichterungen durch Bewegung besonderer Beliebtheit. Das Honor 7 hat zahlreiche zuschaltbare Bedienhilfen an Board.

Wie aus den Screenshots zu ersehen ist, sind durch Bewegungen zahlreiche Funktionen automatisiert, das beliebte Double Tap to Wake (DTT2W) ist ebenfalls mit von der Partie. Zudem lässt sich das Telefon durch das Zeichnen eines Buchstaben aufs Display mit einer definierten Funktion aus dem Standby wecken und mit dem Fingenknöchel Screenshots erstellt werden.

 

Die Infrarot-Sendeeinheit am oberen Rand es Honor 7 lässt sich durch die "Smart Controller" App bereits in weitem Umfang konfigurieren.

Die Auswahl der vorgespeicherten Geräte lässt kaum Wünsche offen. So war es uns möglich, eine Sony Alpha DSLR fernzusteuern, selbst ein in diesen Breitengraden eher nicht anzutreffender Acer-High-End-Projektor fürs Heimkino findet sich dort. Da werden solch profane Dinge wie die Steuerung eines Panasonoc-Plasmas, eines Onkyo-Receivers, eines BD-Players gleicher Marke und sogar eines Dune Datentanks dann eher mit links erledigt. Ohne zu übertreiben kann das Honor 7 eine Multifunktionsfernbedienung selbst im Heimkino mit ausgefallenen Geräten locker ersetzen.

Honor setzt zwar zwecks Klangoptimierung auf einen eigenen Soundchip, verzichtete aber in den Boardmitteln unverständlicher Weise auf einen Equalizer. Das ist umso ärgerlicher, als sich ausschließlich der Stock-Player auf den Sperrbildschirm legen lässt. Dennoch klingt das Honor 7 mit einem wertigen Headset ausgeglichen und seziert die Musik genüßlich in ihre Einzelheiten.

 

 


Die Kameras

 

 

 

 

 

 

Bevor ich mein Herz für die Smartphones aus den Fabriken von Huawei und Honor entdeckt habe, war ich mit den jeweiligen Spitzenmodellen von Samsung und Sony unterwegs, von denen sich selbst jetzt noch einige im Haushalt befinden. So habe ich weitreichende Erfahrungen zuletzt mit dem Xperia Z3 machen dürfen. Warum ich das schreibe? Nun, das Honor 7 hat den Nachfolge-Sensor des Chips im Z3 verbaut, den 1/2,4" Sony IMX230. Auf den quetschen sich, wie schon im Hardware-Kapitel ausgeführt, 20 Megapixel. Das nutzt der Werbung, aber unter Umständen nicht guten Fotos. So war die Kamera-App des Z3 recht zickig und die Fotos bei Low-Light kaum zu gebrauchen, zudem ließ sich der AF eine Menge Zeit, an spontane Schnappschüsse war nicht zu denken. Dem AF wurde mit der aus DSLRs bekannten Phasen-Detektion gehörig zu Leibe gerückt. Anders als bei DSLRs ist in einem Smartphone kein Platz für einen gesonderten PAF-Sensor und einen Spiegel-Klappmechanismus. Also hat Sony die Detektoren auf dem Sensor plaziert, ein Trick, wie er schon bei der für ihren schnellen AF bekannten Sony Alpha 6000, einer Systemkamera, angewandt wird. Das von Honor aufwändig konstruierte Objektiv soll ebenso wie eine gelungene Kamera-App die Vorteile des hochauflösenden Chips zur Geltung und die physikalischen Nachteile durch Rechenpower ausbügeln. Leider fehlt ein echter optischer Image-Stabilisator, die elektronische Variante ist lediglich ein Behelf.

 

Die Foto-App ist intuitiv und übersichtlich aufgebaut und bei beiden Kameras gleich. Durch Schieben nach rechts oder links geht es in die verschiedenen Betriebsmodi, durch einen Tipp auf die Einstellungen gelangt man in einen weiteren App-Auswahlbildschirm. Hier sind Funktionen wie Zeitlupe (für Video), Panorama (auch für Selfie im Portraitformat), Super-Nacht (s.u.), HDR, Gesamt Fokus (hier kann der Fokus nachträglich verlagert werden), Bestes Foto (die Kamera fotografiert in schneller Folge, der User wählt das beste dieser Fotos aus), Wasserzeichen, Zeitraffer (für Video) und die Audionotiz (MP3-Datei wird mit dem Foto verknüpft). 

Der Super-Nacht-Modus lässt sich zur manuellen Einstellungs-Spielwiese zweckentfremden

 

Ein Tipp auf Einstellungen öffnet die weitreichenden Konfigurationsmöglichkeiten. Der verbaute Sensor hat das 4:3 Format, d.h. bei 16:9 wird nur ein Teil des Sensors belichtet, was eine geringere Auflösung bedingt. Die Einstellung perfektes Selfie "verschönert" Selbstaufnahmen der Frontkamera in Stufen von 1-10. Dabei werden nicht nur Hautunebenheiten weggebügelt, sondern dazu z.B. die Augen vergrößert. Das funktioniert übrigens nur, wenn die Software ein Gesicht erkennt.

Es lassen sich verschiedene Möglichkeiten einrichten, um direkt aus dem Standby in die Kamera-App zu gelangen. So lässt sich durch einen zweifachen Tipp auf die Lautstärke-Taste entweder die App öffnen oder direkt ein Foto schießen. Dabei wird in ca. 1,4 Sekunden nicht nur die App geöffnet, sondern gleichzeitig fokusiert und das Foto gespeichert.

In einigen Teilen der Welt finden Menschen zunehmend Vergnügen darin, ihre Mahleiten vor dem Verzehr zu fotografieren. Dem trägt Honor mit einer speziellen Funktion, passenderweise "Lebensmittel" genannt, Rechnung.

Ok, das sind jetzt keine Lebensmittel, verdeutlicht aber die Funktionsweise der App. So werden die Bildparameter deutlich ins warme gezogen, die Farbsättigung erhöht.

 

Für den Mitteleuropäer sinniger sind die Sonderfunktionen der offenen Blende.

Der besondere Clou bei diesen Funktionen ist die optimale Belichtungskorrektur bei den Aufnahmen, die zudem live auf dem Display mitverfolgt werden kann und selbst eingefleischte DSLR-Fans in Erstaunen versetzt. So gelingen perfekte Aufnahmen mit offener Blende, die aufgrund der langen Belichtungszeit natürlich ein Smartphone-Stativ voraussetzen.

Die Foto-App lässt einiges an manuellen Einstellungen zu. So lassen sich Farb-Parameter ebenso beeinflussen wie die ISO und die Belichtungszeit.

Zudem steht einiges an Filtern zu Verfügung.

Wir kennen sie alle, die QR-Codes, die mittlerweile den Weg auf fast jede Verpackung, viele Artikel und nicht zuletzt in die Werbung gefunden haben. Der Quick Response Code wurde von der japanischen Firma Denso Wave schon 1994 entwickelt, um möglichst umfangreiche Informationen maschinell lesen zu können. Er ist wegen der integrierten Fehlerkorrektur besonders sicher. Normalerweise benötigt ein Smartphone eine gesonderte QR-App, das Honor 7 hat sie bereits in der Kamera-App eingebaut.

Einfach den QR-Code mit der Kamera erfassen, dann erscheint nach Erkennung eine Tastfläche, die angetippt den Inhalt des Code, meist eine URL oder ein Foto, anzeigt.

Videos werden lediglich mit 1080x1920 Pixeln Auflösung, also Full-HD, aufgenommen. Gängige Spitzenmodelle setzen mittlerweile auf 4k-Videos.

Zwar sind Zeitlupe und ein beeindruckender Zeitraffermodus an Board, die Video-Funktion fällt aber gegenüber der Foto-Funktionalität gehörig ab. So hält Honor stur an der Gepflogenheit fest, einen einmal fixierten Video-Fokus nicht automatisch anzupassen. Die manuelle Korrektur ist dagegen jederzeit möglich. Das ist in der Profiwelt zwar so vorgegeben und soll unnötiges AF-Pumpen während er Aufnahme vermeiden, der Smartphone-Nutzer mag jedoch in der Mehrheit die Variante mit dem nachziehenden Autofokus. Davon abgeshen, gelingen die Full-HD-Aufnahmen gut.

Wenden wir uns also den Fotos im praktischen Ergebnis zu. Zunächst gilt anzumerken, dass der PDAF beeindruckend greift. Der Autofokus sitzt in beeindruckender Geschwindigkeit fast ohne merkliche Verzögerung, selbst die Objektverfolgung, ein schwieriges Kapitel selbst für gestandene DSLRs, funktioniert zufriedenstellend. Dabei wird ein sich bewegendes Objekt fixiert und dann vom AF der Kamera verfolgt. Spitze!

Ein Klick auf die Fotos öffnet die 100%-Darstellung, die Exifs sind enthalten. Wir empfehlen den Download auf den eigenen Rechner und die Betrachtung in einem entsprechend geeigneten Foto-Tool, z.B. dem Fast-Stone Image-Betrachter. Alle Fotos sind Out of the Cam, ohne jegliche weitere Bearbeitung.

 

Das Objektiv bringt die 20MP-Auflösung selbst bei Fernaufnahmen - ein kniffliges Thema für die kleinen Smartphone-Linsen - gut zur Geltung. Selbst im Randbereich sind kaum Verzerrungen erkennbar, die Auflösung ist hoch.

Abseits der Panorma-Fernaufnahmen gelingt dies natürlich ebenso gut. Die feinen Holzstrukturen werden selbst bei 100%-Pixelpeeping noch gut herausgearbeitet.

Einige Impressionen quer durch den Herbst-Wald:

 

 

Der AF lässt sich mit einem Tipp auf das Foto leicht verlagern.

Kleine Sensoren haben gemeinhin mit einer knappen Dynamik zu kämpfen. Wir machen die Extrem-Probe: Gegenlicht.

 

Noch einmal zur Verdeutlichung: das ist direkt in die Sonne fotografiert! Dennoch saufen die dunklen Bildelemente nicht völlig ab, bleiben weitestgehend strukturiert - Klasse!

 

Normalen Abstand kann jeder, wie schaut es aus, wenn wir nah dran gehen? Die Naheinstellungsgrenze ist vom Hersteller mit 5cm angegeben, das hat beinah echte Makro-Qualität. Ganz ohne weitere Einstellungen. Schaut selbst, wie die Ergebnisse geworden sind.

 

 

 

 

Panoramaaufnahmen lassen sich mit noch guter Auflösung recht unproblematisch erstellen.

 

Wie schaut es nun mit den Low-Light-Fähigkeiten aus? Wie gut kann die Kamera-App mit ihren internen Berechnungen mit dem Rauschen umgehen? Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem Z3 habe ich Schlimmes befürchtet und bin doch positiv überrascht worden.

Die Aufnahme entstand in einem sehr düsteren Flur. Der Klick auf die 100%-Ansicht lässt erkennen, dass das Kater-Fell natürlich nicht mehr vollständig aufgelöst wird, Rauschen ist ebenfalls vor allem in Flächen erkennbar. Insgesamt jedoch ist das durchaus brauchbar!

Ein Wort noch zur Selfie-Kamera. Sie löst mit 8MP auf, hat einen brauchbaren Fixfokus und ist selbst am Rand noch scharf:

Honor hat den schwierigen 20MP-Sensor sehr gut im Griff. Die Kamera des Honor 7 überzeugt bei gutem Licht mit einer enorm hohen Auflösung, Low-Light-Fotos sind noch gut verwendbar. Der PDAF ist blitzschnell und sehr treffsicher, die Linsenkonstruktion wertig. Dennoch empfiehlt sich eine ruhige Hand, ohne einen OIS sind gerade bei der hohen Auflösung schnell Verwackler in der Aufnahme. Die Kamera-App funktioniert intuitiv und gut, von den Sonderfunktionen sind einige durchaus brauchbar, die Lichtspielereien bei offener Blende faszinierend. Insgesamt geht unser Daumen bei den verbauten Kameras des Honor 7 also ganz klar nach oben!

 


 Honor-Info Fazit

 

 

 

 

 

Ich habe mich beim Testlauf des Honor 7 dabei erwischt, den Preis des Gerätes aus den Augen zu verlieren und Maßstäbe der Smartphone-Spitzenklasse anzulegen. Das sagt schon fast alles über diese Produkt aus. Vorzügliche Verarbeitung, wertige Materialien, ein hochpotenter Antrieb, eine grandiose, komplette Ausstattung mit einem sensationellen Fingerprint-Sensor lassen für mich nur einen Schluss zu: wer für circa 349 Euro ein Smartphone sucht, für den ist das Honor 7 ein must have! Hier stimmt trotz einiger minimaler Unzulänglichkeiten wie kleineren, noch vorhanden Bugs oder das Fehlen von NFC (braucht das jemand?) einfach alles!

 

 

© H. Gerdesmeier für Honor-Info.de
Aufmacherfoto © Honor,  alle anderen, nicht anders gekennzeichneten Fotos © H. Gerdesmeier

 

 Honor 7 Forum

Honor 7 bei Amazon kaufen

Honor 7 in der Vmall kaufen