Leistung

 

Grafik: HiSilicon

Der HiSilicon Kirin 935 ist ein ARM-basierter Octa-Core-SoC in big.LITTLE Bauweise mit zwei Quad-Core-Clustern aus Cortex-A53-Kernen in 28-Nanometer-Technik. Während der energiesparende Cluster mit niedrigem Arbeitspunkt mit 1,5 GHz taktet, ist die Hochleistungseinheit auf schnelle 2,2 GHz getrimmt. Die hohe Taktrate bedingt ein modifiziertes Design, HiSilicon, wie Honor zum Huawei-Konzern gehörend, spricht hier von A53e-Kernen. Neben den 8 CPU-Kernen integriert der Chip eine von ARM lizenzierte Mali-T628 MP4 Grafikeinheit mit vier Clustern, welche OpenGL ES 3.0, OpenCL 1.1 sowie DirectX 11 beherrscht. Hinzu kommt ein Dual-Channel LPDDR3-1600-Speichercontroller sowie ein LTE Cat. 6 Modem. Die SoC darf mit 3GB Arbeitsspeicher spielen, beim Hauptspeicher beschränkt sich der Hersteller in Europa leider mit 16GB. Die sind zwar mit einer externen SD-Karte um bis zu 128MB erweiterbar und lassen sich sogar in System integrieren, aber nur, wenn keine zweite Sim-Karte benötigt wird, die ansonsten den Steckplatz belegt.

 

Benchmarkergebnisse sagen über die reale Leistung in der Praxis nicht so viel aus, wir beschränken uns hier auf den beliebten AnTuTu-Benchmark.

Wir haben die Energiesparlevel zum AnTuTu-Durchlauf alle deaktiviert, die SD-Karte war nicht im System integriert. Als Firmware war die zum Testzeitpunkt aktuelle B121 installiert. Die gezeigte Test-Leistung liegt bei den erwarteten Werten und leicht über der des Bruders Huawei P8, welcher den nominell kleineren Kirin 930 verbaut hat und bei unserem Test auf 50315 Punkte kam. Gerade gegenüber dem Huawei P8 fällt zudem auf, dass der Prozessor selbst auf starke Belastungen gerade einmal mit Handwärme reagiert. Wärmeprobleme wie beim Qualcomm Snapdragon 810 sind also nicht zu befürchten.

Das Honor 7 fliegt geradezu über die EMUI 3.1-Oberfläche, alle angetesteten Apps laufen smooth und ruckelfrei. Bei gängigen Android-Games liefert das Honor 7 ebenfalls jederzeit genug Power. Hier bestätigt sich die Honor-Entscheidung, sich bei der Display-Auflösung auf vernünftige 1080 x 1920 Pixel zu beschränken. Mehr ist für das menschliche Auge bei dieser Displaygröße sowieso nicht auzulösen und der Prozessor hat ein leichtes Spiel. 

 

Connectiviät

Das Honor 7 bietet umfassende Voraussetzungen für einen ungetrübten Empfang. Obwohl Honor eine Dual LTE-Nano-Sim-Ausstattung integriert hat, kann die SoC LTE Cat.6 auf allen in Deutschland genutzten Frequenzbändern bereitstellen also GSM Quadband mit 850, 900, 1800 und 1900MHz, UMTS mit  1, 2 und 8 (900, 1900, 2100 MHz), sowie die LTE Bänder 1, 3, 7, 8 und 20.  Wlan steht komplett mit 802.11ac/a/b/g/n in 2.4GHz/5Ghz bereit, wobei sich das Gerät im Testlauf ungern in die höheren 5GHz-Bänder einloggte. Bluetooth ist in der aktuellen Version 4.1 integriert. Auf NFC verzichtet Honor bei der europäischen Version des Honor 7.

"Link+" übernimmt das Honor 7 vom Konzernbruder Huawei P8. Um die Empfangsleistung effektiv zu erhöhen hat das Honor 7 zwei Antennen verbaut. Die WiFi+ Funktion wird unten im Screenshot erläutert, ein Teil der Signal+ Funktion ebenfalls. Es bleibt hinzuzufügen, dass das Smartphone eigenständig erkennt, wie es vom Nutzer gehalten wird und den Empfang über die jeweils freie Antenne optimiert. Wird WLAN in Gebäuden schwach und steht dagegen eine gute Datenleitung zur Verfügung, wird auf Wunsch automatisch darauf umgeschaltet. Zudem merkt sich das Honor 7 WLAN-Empfangseigenschaften und schaltet in der Folge automatisch um. Insgesamt funktioniert das hervorragend, wir können dem Honor 7 herausragende Empfangsleistungen bei WLAN und Datenempfang attestieren. LTE wird schnell empfangen und wie alle anderen Datenmodi lange aufrecht erhalten, hier kann sich das Honor 7 überaus positiv in Szene setzen.

 

 

Die DUAL-SIM-Funktion ist sehr sinnvoll gelöst. So stehen beide SIM-Karten zum Empfang von Telefongesprächen und SMS zur Verfügung, ausgehende Gespräche können wahlweise über die passende Karte geführt werden. Beide SIM-Schächte sind LTE-fähig, allerdings immer nur einer gleichzeitig. Unnötig scheint uns die Wahl zwischen einer zweiten Sim-Karte oder einer Micro-SD-Karte, zumal Bastellösungen aus dem Internet zeigen, dass beides gleichzeitig funktionieren würde.

 

Brandaktuell ist die Möglichkeit der Kanalbündelung, die einige Provider anbieten.

 

Das Display
Der mit 5,2 Zoll Diagonale klassenübliche Bildschirm arbeitet nach dem In-Plane-Switching (IPS)-Prinzip, bei der die Elektroden nebeneinander in einer Ebene parallel zur Display-Oberfläche angeordnet sind. Liegt Spannung an, drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene und vermeiden die für z.B. TN-Displays typische Schraubenform und damit weitgehend eine Blickwinkelabhängigkeit. Wie bei Spitzenphones üblich, ist das Panel direkt mit dem Glas verbunden (IPS-NEO), was eine kompakte Bauform ermöglicht. IPS-Panel arbeiten passiv und werden von den Seiten über Lichtleiter über LEDs mit Helligkeit versorgt. Die hohe Güte und das IPS-Prinzip ermöglichen mit 0,229 cd/m2 dennoch ein tiefes Schwarz.

Die Auflösung beträgt 1080 x 1920 Pixel, also Full-HD mit 424 ppi Pixeldichte. Es gibt Displays mit höherer Auflösung wie z.B. die Samsung S6-Linie, effektiv setzt aber das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges hier Grenzen, ein Unterschied ist selbst im direkten A-B Vergleich kaum sichtbar. Der Prozessor dagegen hat mit einem Full-HD Display ein leichteres Spiel und der Stromverbrauch ist geringer.

Wir haben es uns nicht nehmen lassen und einige Display-Parameter mit Burosch-Testbildern und dem Eye One Pro Spektroradiometer von Xrite nachgemessen. Die maximale Helligkeit von 520 cd/m2  ermöglicht selbst im Freien bei hellem Sonnenlicht noch die Ablesbarkeit, dazu überzeugt ein für ein Smartphone-Display sehr hoher Kontrastwert von 1498 : 1. Der D65 Farbpunkt wird mit 7995 Kelvin nicht getroffen, die Farb-Darstellung ist eher kühl, als absolut farbneutral gelten 6503 Kelvin. Das lässt sich aber in den Einstellungen leicht korrigieren. Der Hersteller hat der Verlockung von überdrehten Farben, die auf den ersten Blick gerade bei Smartphone-Bildschirmen attraktiv wirken, widerstanden und ermöglicht dem IPS-Panel mit natürlichen Farben zu überzeugen.

Wie schon beim Konzernbruder Huawei P8 werden die Fingerknöchel von den Fingerspitzen unterschieden. Mit dieser von Qeexo lizensierten "fingersense"-Technologie können beim Honor 7 aktuell durch Doppelklopfen Screenshots gemacht werden. Wie das brandneue Huawei Mate S zeigt, ist diese Technologie ausbaufähig.

 

Hauptkamera

Honor hat sich hinreißen lassen und setzt auf werbeträchtige 20MP auf einem 1/2,4" Sony IMX230 Sensor. Das sind reichlich viele Pixel, die sich auf dem kleinen Sensor drängen. Der ist mit seinen 1/2,4 Zoll zwar so groß wie bei den meisten Kompaktkameras, die über 20 Millionen Pixel sitzen jedoch derart beengt, dass auf jeden einzelnen vergleichsweise wenig Licht fällt. Um dennoch brauchbare Informationen zu bekommen, wird das Signal verstärkt, und zwar mitsamt des im Signal vorhandenen Rauschen. Entsprechend bedingt eine sehr hohe Anzahl an Pixeln auf einer begrenzten Sensorfläche theoretisch schlechtere Lowlight-Eigenschaften. Die Sensortechnik hat sehr viele Fortschritte gemacht, so fertigt Sony den IMX230 als  BSI-Chip. Dabei trifft das Licht nach Passieren der Optik direkt auf die Siliziumkristalle auf der Rückseite des Chips und umgeht die abermals lichtschluckenden Metallisierungsschichten.

Beim Autofokus geht der Chip für Smartphones ganz neue Wege. Während konventionelle Smartphones mit vergleichsweise langsamem Kontrastautofokus arbeiten, übernimmt der Chip des Honor 7 das Phasenautofokussystem neuerer Systemkameras. Dabei sind die Phasenautofokus-Sensoren auf dem Sensor integriert. Insgesamt verspricht diese Lösung eine sehr schnelle Funktion des Autofokus selbst bei wenig Licht. Die Signalverarbeitung übernimmt - wie bei einer DSLR - eine Altek ISP, um die SoC zu entlasten.

Ein derart hoch auflösender Sensor bedingt eine höchst aufwändige Linsenkonstruktion, die sich nicht allzu auflösungshemmend auswirken darf. Honor setzt auf ein asphärisches System mit sechs Linsen und einer Blende von f2.0 bei 4,62 mm, auf das Kleinbildformat umgerechnet sind das 27 mm Weitwinkel. Geschützt wird das Kamerasystem mit Saphirglas, einem hochkratz- und bruchstabilem Material, welches sonst bei hochwertigen Armbanduhren Anwendung findet. Leider fehlt eine physische Bildstabilisierung, wie etwas ein OIS, der gerade bei der hohen Pixelzahl notwendig erscheint. Lediglich eine nicht abschaltbare Software-Entwacklung ist vorhanden.

Welche effektiven Ergebnisse die Stock-App im Verbund mit der Kamera macht, haben wir im Kamera-Kapitel ausgeführt.

 

Akku

Als Energiespeicher wird ein Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 3100 Ah verwendet. Das verspricht ausreichend Laufzeit. Zudem wirbt Honor mit optinalem Fast Charge, nicht zu verwechseln mit der Quick Charge Technologie von Qualcom. Fast Charge ist in den Akku-Einstellungen separat aktivierbar und ermöglicht bei entsprechender Auslegung des Ladegerätes eine schnellere Ladung. Der europäischen Version ist ein 2.0A Ladegerät beigelegt, nach unseren Informationen funktioniert Fast Charge am besten mit 2,4 A. Als Besonderheit kann das Honor 7 über den USB 2.0 nicht nur geladen werden, sondern gibt Akku-Energie über eine entsprechendes Micro-USB zu Micro-USB-Kabel auch wieder ab. So kann ein anderes Smartphone über das Honor 7 Energie geladen werden.

Wir kamen im Testbetrieb mit einer Akkuladung meist gut über zwei Tage.

 

Kommentare   

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