Huawei Honor 5X Presse

 

 

Heute, am 04.02.2016 um 15:30 Uhr ist es so weit: Honor stellt in München das Einsteiger-Smartphone Honor 5x vor, ein Bericht zum Event folgt. Wir haben bereits vorab ein Exemplar der europäischen Version des Honor 5x zum ausführlichen Praxistest bekommen. Entsprechend gibt es jetzt kein flaches Unboxing, sondern einen ausgewachsenen Testbericht. Von der Hardware,  welche Ihr in Deutschland kaufen könnt. Die UVP beträgt 229,99 Euro. Zusätzlich hat Honor eine Rabatt-Aktion zum Start des Honor 5X gestartet, wobei man 20 Euro Ermäßigung erhält + 10 Euro Gutschein für den nächsten Einkauf.

Um die 200 Euro für ein Android-Smartphone? Kennen wir, liegen bei Media Markt und Saturn in den Schütten. Aber halt: das Honor 5x ist anders, ist besser, ist ein Knaller! Warum das so ist, könnt Ihr auf den nächsten Seiten lesen.

Foto: Honor


 

Unboxing

 

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Von den türkisen Schachteln hat Honor scheinbar genug am Lager, so findet das Honor 5x wie seine Honor-Brüder in dieser Behausung seinen Weg zum Kunden. Neben dem 5,5 Zoll-Smartphone mit IPS-Display und Full-HD Auflösung ist das nötigste Zubehör beigepackt - ein Netzteil, das USB-Kabel sowie eine Kurzanleitung und die Nadel zum Öffnen der seitlichen Schubladen.

 

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Solide: das 1A Netzteil von der Konzernmutter Huawei.

 

Von vorn gleicht zumindest die silber-schwarze Variante anderen Smartphones, seinen besonderen Flair bekommt der Newcomer durch die Rückseite.

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Ja, ihr seht richtig! Das Honor 5x prahlt mit einem Alu-Body und wirklich absolut gelungener, feinster Verarbeitung und Materialanmutung. Das Alu ist gebürstet, die Struktur ist sanft erfühlbar und vermittelt Wertigkeit. Oben und unten sorgen sehr präzise Kunststoffkappen für ungetrübten Empfang. Dann wagt es Honor, ein recht günstiges Smartphone aus Metall mit dem aus dem Honor 7 bekannten und nahezu perfekt funktionierenden Fingerabdruckscanner zu versehen!

 

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Die Hauptkamera hat 13 Megapixel, einen LED-Blitz und lugt keck ein wenig von der Alu-Rückseite hervor.

h5xcam2Ob eine stylisch hervorgehobene Kamera gefällt ist Geschmacksache, aber durch den Buckel liegt das Honor 5x andérs als das Huawei Mate S und Mate 8 etwas wackelig auf dem Tisch.

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Nachdem die letzten Huawei und Honor-Smartphones allesamt mit einer Kombi-Schublade versehen waren, die entweder die gleichzeitige Verwendung zweier Sim-Karten oder eben den Single-Sim-Betrieb zusammen mit einer SD-Karte ermöglichten, kehrt Honor nun zu zwei Schubladen zurück. In einer findet eine Micro-Sim-Karte und in der anderen eine Nano-Simkarte und eine Micro-SD-Karte Platz, die bis zu satten 128 GB fassen darf. Die ergänzt dann den für diese Geräteklasse durchaus üppigen internen 16 MB Speicher. Das Display umrahmt ein schon vom Honor 7 bekannter winziger Rahmen. Die Frontkamera darf mit 5 MP auflösen.

 

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Die gegenüberliegende Geräteseite zieren die Power-Taste und die Lautstärke-Wippe. Beide sind - Ihr ahnt es schon - aus Metall, haben einen angenehmen Druckpunkt und sind vorzüglich ins Gehäuse gepasst.

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Die Oberseite beherbergt die 3,5mm Headset-Buchse und ein weiteres Mikrofon. Oben auf dem Glas finden die deutlich sichtbare Notifikation-LED, der Lautsprecher und die Kamera ihren Platz.

 

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Unten gibt es Löcher. Die linke Ansammlung verbirgt den Mono-Lautsprecher, die rechte das Mikrofon. In der Mitte platziert sich Standardkost, der Micro-USB-Connector. Die kleinen Schrauben daneben sind kein Blendwerk sondern dienen dem Service zur einfachen Demontage des Gerätes.

Unser Fazit zu den Äußerlichkeiten des Newcomers? Ungläubiges Staunen gepaart mit Freude: So gut kann ein Smartphone zu diesem geringen Preis verarbeitet sein, so viel wertvolles Material kann verbaut werden, so geil kann sich solch ein Teil anfühlen!

Bislang also wirkt das Honor 5x wie der größere Bruder des Honor 7. Wie es innen ausschaut, lest Ihr im nächsten Kapitel.


 

 

 

 

 

Innere Werte

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Ein wenig haben wir bereits im Unboxing angerissen, nun aber zum Herzstück des Honor 5x. Entgegen der Gewohnheiten kommt kein Kirin-Prozessor aus Huawei-Produktion zum Einsatz sondern ein 64 Bit Qualcom Snapdragon 616. Der taktet seine acht A53 Kerne im bigLITTLE Betrieb mit 4x1,5 GHz und 4x 1,2 GHz und darf mit 2GB Arbeitsspeicher spielen. Für diese Preisklasse ausreichend sind die 16MB Speicher, immerhin per SD-Karte um 128 GB erweiterbar. Der SoC steht eine Adreno 405 Grafikeinheit zur Seite. Damit die Power nicht zu schnell versiegt, hat Honor dem 5x einen Lithium-Polymer-Akku mit 3000 mAH gegönnt, der nicht wechselbar ist.

 

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 Ausgeliefert wird das Gerät mit Android 5.1.1 und EMUI 3.1. Neu ist die Angabe der Android-Sicherheitspatchebene, was auf zügige Updates seitens des Herstellers hoffen lässt.

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Die gefürchteten Stagefrightlücken sind bereits im Auslieferungszustand alle geschlossen.

Huawei und Honor legen zur Zeit ein bemerkenswertes Update-Tempo an den Tag. Das tut auch Not, denn genau das war in der Vergangenheit öfter Bestandteil der Kritik. Android 6.0 Marshmallow ist für das Honor 5x vom Hersteller fest zugesagt.

Der mit 5,5 Zoll Diagonale angenehm große Bildschirm arbeitet nach dem In-Plane-Switching (IPS)-Prinzip, bei der die Elektroden nebeneinander in einer Ebene parallel zur Display-Oberfläche angeordnet sind. Liegt Spannung an, drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene und vermeiden die für z.B. TN-Displays typische Schraubenform und damit weitgehend eine Blickwinkelabhängigkeit. IPS-Panel arbeiten passiv und werden von den Seiten via Lichtleiter über LEDs mit Helligkeit versorgt. Die hohe Güte und das IPS-Prinzip ermöglichen mit 0,289 cd/m2 dennoch ein tiefes Schwarz. Die Auflösung beträgt 1080 x 1920 Pixel, also Full-HD mit 401 ppi Pixeldichte. Die Farbtemperatur ist mit 7200 Kelvin ein wenig kühl, das lässt sich in den Einstellungen in Grenzen anpassen. Ab 6800 Kelvin verschiebt sich dann der Farbraum und Weißes wird leicht gelb, optimal wäre eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin. Dennoch ist das verbaute Display ohne unsere Haarspalterei mit den Messwerten gerade für die Preisklasse sehr angenehm und qualitativ Spitze. 

Sony steuert den Exmor RX-Sensor mit 13MP im 4:3-Format bei. Ein Antiwackelsystem ist per Sofware verfügbar, ein optisches Element in der Linsenkonstruktion fehlt. Immerhin hat diese eine größte Blende von f2.0. Wie von uns gewohnt, bekommt die Kamera ein eigenes Kapitel im Test, in dem wir ausführlich auf diesen nicht unerheblichen Bestandteil des Smartphones eingehen.

Was die Konnektivität betrifft, kann das 5x WLAN 802.11b / g / n, 2,4 GHz , das Dual-Sim Empfangsteil 2G GSM, 3G HSDPA  4G LTE mit allen in Deutschland benötigten Frequenzen. NFC hat Honor eingespart, Bluetooth aber in der aktuellen Version 4.1 installiert.

An Sensoren sind

  • Beschleunigungssensor
  • Digitaler Kompass (Magnetometer)
  • Fingerabdrucksensor
  • Gyroskop
  • Beschleunigungssensor
  • Näherungssensor
  • Pulsmesser
  • Umgebungslichtsensor

vorhanden.

 

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Wir halten wenig von Benchmarks, sind sie doch durch spezielle Software-Kniffe oder Übereinkünfte mit den Benchmark-Herstellern allzu leicht aushebelbar. Dennoch will ich Euch das Ergebnis von AnTuTu nicht vorenthalten:

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Damit lässt sich sicherlich leben. Das Honor 5x spricht nicht den typischen Smartphone-Zocker an, dennoch laufen aktuelle Spiele flüssig in mittlerer Auflösung. OK, wer durch die Aktualität aus dem laufenden Huawei Mate 8 - Praxis-Test gerissen wird und im Alltag mit einem Huawei Mate S herumhantiert, der merkt im Umgang mit dem Honor 5x schon einen deutlichen Performance-Unterschied. Dennoch ist es Honor erneut gelungen, die Software effektiv an die SoC anzupassen. EMUI 3.1 läuft flüssig und verzichtet in der Regel auf Ruckler, da habe ich mit anderen Snapdragon 616/615 - Geräten ganz andere Erfahrungen machen müssen.

 


 

 

 

 

 

EMUI 3.1

Der Hersteller weicht traditionell von konservativen Android-Pfaden ab und setzt auf Android die GUI der Konzernmutter Huawei auf. Früher hieß der Aufsatz Emotion UI, mittlerweile wird er griffiger EMUI genannt. EMUI ist nicht nur eine grafische Veränderung, Honor lässt zahlreiche sinnvolle Verbesserungen in die Bedienung einfließen. Ungewöhnlich ist der Verzicht auf einen App-Drawer, die Apps liegen auf den Homescreens, von denen immerhin neun generiert werden können. Zudem lassen sich Apps in Ordnern zusammenfassen. Wer nicht auf den App-Drawer verzichten kann, weicht auf einen alternativen Launcher aus dem Play-Store aus. EMUI intern stehen umfangreiche Themen zur Wahl, die sich jeweils individuell konfigurieren lassen.

Honor lässt dem Nutzer alle Freiheiten bei den Berechtigungen und anderen defizilen App-Einstellungen, die ein Rooten des Gerätes im Grunde überflüssig machen. Ein mächtiges Tool ist dabei der Telefon-Manager. Es empfiehlt sich die Installation der Huawei System-App PM Plus aus dem Playstore, die weitreichende Berechtigungseinstellungen freischaltet.

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Wir haben uns damit abgefunden, dass heruntergeladene Apps sich Berechtigungen erlauben. Honor nicht. Im Berechtigungsmanager lassen sich nachträglich alle Berechtigungen ein- oder ausschalten, praktischerweise nach Berechtigungen und Apps unterteilt. Zudem meldet das Smartphone Zugriffe von Apps auf wichtige Berechtigungen auf den Benachrichtigungsschirm.

 

Per Startmanager lässt sich genau justieren, welche App mit dem Start des Smartphones automatisch aufgeschaltet wird. Der Netzmanager regelt welche App per Wlan, mobilem Datennetz oder überhaupt nicht kommunizieren darf.

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Die Benachrichtigungen werden bei EMUI 3.1 in einem Zeitstrahl gemeldet - das ist besser als bei jedem anderen Android-Handy gelöst.

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Wird das Honor 5x per USB mit einem Windows-Rechner gekoppelt, lässt ein automatisch erscheinender USB-Verbindungsmanager dem User die Wahl der Art und Weise. Ab Windows 7 erscheinen interner und externer Speicher als MTP-Gerät oder aber nur die SD-Karte als USB-Massenspeicher (Dateien). Besonders bequem lässt sich das Honor 5x mit der Hisuite-Software der Konzernmutter Huawei am PC steuern.

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Die Verknüpfungen erscheinen wunschgemäß in vereinfachter Darstellung oder komplett und lassen sich in der Reihenfolge konfigurieren.

 

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Android-typisch unkompliziert und intuitiv bedienbar sind die Systemeinstellung in einem Sammelmenü untergebracht.

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Honor gestattet entgegen der Lollipop-Konventionen die Einbindung der SD-Karte in den Systemspeicher. Ähnlich wie beim PC wird so die SD-Karte wie eine interne Speichererweiterung benutzt, was schnelle SD-Karten ab Class 10 voraussetzt - ist die Karte langsamer, warnt das Honor 5x.

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Die DUAL-SIM-Funktion ist wie beim Honor 7 (Test) sehr sinnvoll gelöst. So stehen beide SIM-Karten zum Empfang von Telefongesprächen und SMS zur Verfügung, ausgehende Gespräche können wahlweise über die passende Karte geführt werden. Beide SIM-Schächte sind LTE-fähig, allerdings immer nur einer gleichzeitig.

 

Trotz des 3000mAH-Akku gestattet EMUI 3.1 ausgiebige Feinjustierungen zum Stromverbrauch. Nur speziell geschützte Apps dürfen unbesorgt am Stromspeicher nuckeln, in jedem Fall wird eine Benachrichtigung über freche Stromverbraucher in die Benachrichtigungsübersicht geschickt. Im Testlauf hielt der Akku in jedem Fall über zwei volle Tage.

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Letzte Chance: Im Super-Sparmodus reduziert sich die Funktionalität auf rudimentäre Eigenschaften. So kann mit sehr wenig Restakku noch eine gewisse Zeit überbrückt werden.

 

Das Honor 5x hat den sehr zuverlässig funktionierenden und blitzschnell agierenden Fingerabdruckscanner vom Bruder Honor 7 geerbt. Dazu können bis zu fünf verschiedene Finger registriert werden. Neben dem Entsperren lässt sich der Sensor für verschiedene andere Funktionen nutzen.

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Honor hat einige Bewegungssteuerungen verbaut, darunter das beliebte Double-Tipp-to-wake, dabei wird mit zweimaligem Tipp aufs Display das Gerät aus dem Standby geweckt.

 

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Zudem lassen sich vier Buchstaben mit Funktionen verknüpfen. Werden sie aufs Display gemalt, startet die hinterlegte Funktion.

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Steht ein System-Update an, so wird dies gewöhnlich OTA direkt aufs Smartphone gesandt. Es gibt zudem die sehr sinnvolle Möglichkeit, über die SD-Karte upzudaten. So wird die heruntergeladene Firmware in einem "dload"-Ordner auf der SD hinterlegt und dann mit dem Updater gestartet. Vor dem Herunterladen der Firmware lässt sich unterscheiden, ob je nach Version die Userdaten gelöscht werden oder erhalten bleiben. Ist das Smartphone einmal aufgrund irgendwelcher Bastelversuche nicht mehr startfähig, besteht zudem die Möglichkeit, eine komplette Firmware im internen Speicher zu hinterlegen und das Handy dann über einen Recovery-Modus zu flashen.

 

Der Homescreen kann detailiert konfiguriert werden. Dazu werden zwei Finger auf dem Screen zusammen gezogen.

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Dem User stehen zahlreiche recht fix reagierende Übergänge und eine reichhaltige Anzahl an Widgets zur Verfügung. Ein sehr praktisches Widget ist "Optimierung", welches auf Berührung inaktive Apps schließt und den Arbeitsspeicher bereinigt. Zudem lassen sich die Hintergründe wie gewünscht einstellen.

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Hinter "Weitere" verbirgt sich die sehr praktische Konfigurationsmöglichkeit der App-Raster auf dem Homescreen sowie die Konfiguration der App-Neuigkeitensymbole. Hier bestimmt EMUI die Vorauswahl und das sind leider nicht viele Apps.

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Einen kleinen Ersatz für den fehlenden App-Drawer bietet eine Funktion zum Ausblenden von Apps vom Hauptbildschirm. Werden zwei Finger auf dem Display auseinandergezogen, erscheint ein Screen mit den ausgeblendeten Apps, die von dort gestartet werden können.

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Die Konzernmutter Huawei ist auf Systemtechnik der Mobilfunkinfrastruktur spezialisiert, das weckt Erwartungen an die Empfangsleistungen des Honor-Sprößlings. Tatsächlich hält das Smartphone zuverlässig den Kontakt zu den Vodafone, Telekom und O2/E-Plus -Basisstationen, wie schon beim Honor 7 werden alle LTE-Frequenzen in Deutschland unterstützt. LTE wird zuverlässig und schnell empfangen und gehalten.

Die Empfangs- und Sprachqualität ist sehr gut, die Maximallautstärke bei Gesprächen im wahrsten Sinn des Wortes umwerfend. Der verbaute Monolautsprecher klingt hell und deutlich, echter Bass ist bei dieser Größe nicht zu erwarten.

Insgesamt macht der Umgang mit dem Honor 5x viel Laune, auffallend ist die Ausgereiftheit des Betriebssystems, welches sich weder im Zusammenspiel mit Android-Wear oder aber mit anderen Fremdgeräten wie Navis die Spur einer Blöße gibt. So ist das 5x eines der wenigen Geräte, bei dem die Stummstellung bei gekoppelter Smartwatch wirklich funktioniert und die dann deaktiviert wird, wenn die Uhr auf der Ladestation liegt.

Da sich die EMUI 3.x-Versionen nicht sehr unterscheiden, sind unsere beliebten "Tipps und Tricks für das Honor 7"  zumeist für das Honor 5x anwendbar.

 

 


Das Problem mit den Push-Benachrichtigungen und dem fehlenden Magazin-Thema

 

 

 

Smartphones mit EMUI-Oberfläche erhalten Push-Benachrichtigungen über Design mit "Magazin"- Bildschirmentsperrstil. Das kann man in der Design-App einstellen. Dumm nur, wenn, wie beim Honor 5x, kein Magazin-Design mitgeliefert wird! Dann schaut das nach einer Whatsapp-Nachricht so aus:

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Im Heruntergezogenen Benachrichtigungsschirm sind die Nachrichten aufgelistet.

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Damit die Apps überhaupt Push-Nachrichten senden dürfen, müssen einige Voreinstellungen erledigt werden. EMUI gibt euch die volle Kontrolle über die Berechtigungen, allerdings müssen sie eingestellt werden.

In den Einstellungen gibt es den Punkt "Benachrichtigungsmanager"

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Dort finden sich die Apps, welche Push-Nachrichten versenden.

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Mit einem Tipp auf die App ist man in den Einstellungen.

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Vor allem die Aktivierung der unteren drei Schalter ist sehr wichtig.

Einige Apps werden bei Deaktivierung des Displays in den Ruhestand versetzt um Akku zu sparen. Benachrichtigungen bleiben dann aus. Soll eine App bei deaktiviertem Display im Standby funktionieren, wird sie in den geschützten Apps entsprechend konfiguriert.

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Grundsätzlich haben viele Apps von Haus aus einige Probleme mit Push-Benachrichtigungen bei EMUI, mit dem Fehlen von Magazin-Designs schränkt Honor aber den Komfort zu sehr ein. Nun, wir wissen Abhilfe und haben die Designs des Huawei P8 - die eignen sich am besten dazu - extrahiert und online gestellt.

 

Themes des Huawei P8

Rar, 120 MB

Ihr könnt die Datei mit dem PC downloaden, entpacken und dann die .hwt-Files in den HWThemes-Ordner im internen Speicher schieben oder auf der SD-Karte einen entsprechenden Ordner erstellen. Alternativ lässt sich das etwas umständlicher mit dem Stock-Dateibrowser machen.

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Wenn ihr jetzt in die Design-App schaut, dann ist unter "Eigene" das Thema Default (Magazine) gelistet. Dies wählt bitte aus.

 

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 Nach dem Auswählen lässt sich das Thema beliebig unter "Anpassen" konfigurieren, lediglich den Magazin-Lockscreen solltet ihr so lassen, das Gerät fragt aber explizit nach, wenn ihr das ändern möchtet.

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Empfangt ihr nun z.B. eine Whatsapp-Nachricht, so schaut das so aus:

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Operation gelungen! Das Honor 5x hat in der vorliegenden Firmware-Version keinerlei Probleme mit dem Nachrichten-Push.

Das Magazin-Thema bringt aber weitere Vorteile:

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Ein Wisch vom unteren Rand nach oben lässt neben den App-Icons die Einstellungen für den Lockscreen sichtbar werden. Hier könnt ihr eine Foto-Diashow konfigurieren, Fotos für den Lockscreen herunterladen oder eigene Fotos auswählen. Probiert es aus!

 


 

 

 

Die Kameras

Im Honor 5x kommt der schonm aus dem honor 6 bekannte Sony-Sensor IMX 214 zum Einsatz. Dieser Exmor RS CMOS 1/3.06" Sensor ist im 4:3 Format gebaut und soll sich laut Angabe des Herstellers ganz besonders durch seine hohe Dynamik auszeichen, Sony nennt das "HDR Video-Imaging". Die Optik ist mit einer Blende von f2.0 ausreichend lichtempfindlich, ein optischer Bildstabilisator fehlt aber.

Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite speichert immerhin 5 MP ab und arbeitet mit der Blende f2,4. Zudem stehen einige Werkzeuge zur Verfügung, die dann zum Zuge kommen, wenn das eigene Selfie nicht ganz den Erwartungen entspricht.

Die App entspricht dem, was wir von EMUI 3.1 kennen.

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Die EMUI Fotoapp ist wie vom Hersteller gewohnt sehr intuitiv und übersichtlich gehalten. Die obersten Einstellungsebenen wechseln durch Wischbewegungen, oben links darf der Blitz konfiguriert werden. Rechts oben geht es zu den sehr umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Honor hat es sich nicht nehmen lassen, einen Spezialmodus zur Lebensmittelfotografie einzubauen. Im Wesentlichen wird dabei die Farbtemperatur auf etwas 5000Kelvin reduziert und die Farbsättigung erhöht, was Fotos mit besonders warmen Farben hervorbringt. Guten Appetit!

Was uns zu den ersten Beispielfotos führt.

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Einmal ohne Lebensmittel-Filter...

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... einmal mit dem Filter. Ein Klick aufs Bild öffnet wie immer das native unberührte Foto.

Was wir an den Bildern noch erkennen können, ist die Lowlight-Leistung der Kamera. Auf ganz fiese Art und Weise, denn flächige Farben bei 2166 ISO sind für eine Smartphone-Kamera selbst in Spitzenphones ein hartes Brett.

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Der 1000%-Ausschnitt hätte schlimmer ausfallen können, die Lowlight-Fähigkeiten reißen zwar nicht vom hocker, sind aber durchaus solide und weit mehr als das, was der Smartphone-Preis vermuten lässt. Kann man gebrauchen. Ohne Lowlight steht eine Single-LED zur Lichtspende parat, bei Selfies wird der Bildschirm kurz erhellt.

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Bei ISO 924 sieht das Ganze schon wesentlich besser aus, man beachte die hervorragende Farbkorrektur der Neon-Beleuchtung des Büros!

Leider war das Wetter während der Testphase derart grauenvoll, dass Außenaufnahmen aufgrund des andauernden Niederschlages wohl in einem technischen Defekt des Testobjektes geendet hätten. Wir reichen die Aufnahmen im Freien aber so schnell wie möglich nach!

Nun aber zu den weiteren Möglichkeiten der App.

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Links die Möglichkeiten der Hauptkamera, recht die der Selfie-Cam. Die obligatorische Panorama-Funktion steht selbst beim Selfie zur Verfügung, wenn auch dort nur Hochkant. Beim HDR-Modus werden drei schnell hintereinander geschossene Fotos automatisch zu einem mitz  besonders hoher Dynamik zusammengefügt. Zudem wird ein korrekt belichtetes Foto parallel abgespeichert. Beim Gesamtfokus kann der Fokuspunkt im Nachhinein bestimmt werden.

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Einmal liegt der Fokus auf dem Obst...

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... dann auf der Wand.

 Beim besten Foto schiesst die Kamera in schneller Folge eine Anzahl Fotos mit unterschiedlichen Parametern, aus denen das Beste ausgewählt werden kann. Zudem kann ein Wasserzeichen hinterlegt werden,  Zeitlupenm-Videos gemacht werden und die Fotos mit einer Audiodatei hinterlegt werden.

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Die Einstellungen sind so praxisnah, wie wir sie von den Honor-Geräten kennen. Zu bewachten ist das 4:3-Format des Sensors, nur damit wird die volle Auflösung erreicht. Bei 16:9 wird der Sensor ein Stück oben und unten nicht belichtet, die Auflösung ist geringer.

 

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Ist das Gerät im Standby, löst bei entsprechender Voreinstellung ein schneller Doppeltipp auf die Volumen Minus-Taste einen Schnappschuss aus. Jenach Aufnahmesituation gelingt es dem Honor 5x dann, innerhalb von 1,2 bis 1,6 Sekunden aus dem Standby zu erwachen, zu fixieren und auszulösen.

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Die wichtigsten Bildparameter lassen sich justieren.

HIer einige Impressionen mir der Kamera des Honor 5x, passenderweise aus dem Umfeld der offiziellen Präsentation in München. Wie immer ist mirt einem Klick/Tipp auf das Foto das native Vollbild mit allen Exifs zu sehen.

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Die Farben sind etwas kühl abgestimmt, die Kamera hat kleine Probleme mit weit entfernten Motiven, zudem zeigt das Objektiv Schärfeschwächen in den Randbereichen. Das ist alles nicht dramatisch, insgesamt ist die Kamera des Honor 5x in der Preisklasse noch recht gut aufgehoben, sicherlich aber kein Highlight des Gerätes.

Sowohl die Front- wie die Hauptkamera zeichnen Videos in 1080Hz/30p auf.

Insgesamt also eine etwas zwiespältige Vorstellung der Kameras, in Bezug auf die UVP des Smartphones geht das Gebotne in Ordnung. Die hoch auflösende Frontkamera wird dem Trend zu Selfies gerecht und die Hauptkamera kann durchaus als Ersatz für eine günstige Kompaktkamera und Schnappschüsse herhalten. Wir würden uns eine dedizierte Abschaltmöglichkeit der Bildverbesserungsprogramme wünschen, die sich teils unerkannt hinzuschalten, selbst wenn sie meist durchaus praktikable Ergebnisse liefern.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Honor-Info-Fazit

Mit dem Honor 5x unterbreitet der Hersteller ein Angebot, zu dem preisbewusste Käufer im Grunde nicht nein sagen können. Die vorzügliche Verarbeitung und Materialauswahl, die Qualität des großen IPS-Displays erinnern mehr an die Oberklasse als an ein Mittelklassephone, der Prozessor ist schnell genug und die Oberfläche weitestgehend fehlerfrei und komplett, wenn denn unsere Tipps zu den Benachrichtigungen beherzigt werden. Zudem punktet EMUI nicht nur mit grafischen Gimmicks sondern bietet einen echten funktionellen Mehrwert. Da die Honor-Preise in der Vergangenheit sehr stabil Bestand hatten, gilt es schlicht zuzugreifen!

 

 

 © H. Gerdesmeier für honor-Info.de
alle nicht anders gekennzeichneten Fotos © H. Gerdesmeier

 

Diskussion zum Honor 5x

Kommentare   

Anemonalove
#17 Anemonalove 2017-07-17 13:42
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case
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#13 Pascal 2017-02-23 20:24
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Sven P
#11 Sven P 2016-10-26 16:49
Hallo,
wenn ich die Datei extrahiert habe, finde ich trotzdem keine neuen Themes in den Designs. Kann mir jemand sagen was ich da machen kann?
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bash
#10 bash 2016-08-07 13:18
hallo leute.
ich habe mir das upgrade installiert. nun läuft es mit android 6.0.1. ein problem habe ich jetzt. wenn ich am musik hören bin stellt der player nach ca. 1-2 h ab.
wo könnte da das problem liegen? mit android 5.0.1 hatte ich das problem nicht.
ich bitte um eure hilfe.
grüsse
bash
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WB
#9 WB 2016-07-18 10:12
Ich habe das Marshmallow auf das Honor 5x gespielt, hat alles prima geklappt, jetzt aber Probleme mit deutlich kürzeren Akkulaufzeiten, würde deshalb gerne wieder zuzrück auf android 5.1.1, wie mache ich das am besten.
Danke und viele Grüsse
WB
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Jzimmer
#8 Jzimmer 2016-07-13 20:53
Ich vermisse die in der Beschreibung genannte Möglichkeit, die SD-Card in den internen Speicher zu integrieren. Wo ist da der Menupunkt, unter dem ich das bewerkstelligen kann?
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